Arbeitet ihr als Agentur oder Dienstleister und führt Kampagnen im Auftrag eines externen Kunden (eines „Auftraggebers“) durch, gibt es dafür einen eigenen, getrennten Bereich: das Kunden-Portal. Wichtig für die Begriffsklärung: Dieser „Kunde“ ist nicht derselbe wie ein Lead oder eine Kundenakte im CRM — es ist die Firma, die euch mit einer Kampagne beauftragt hat.
Wie ein Auftraggeber Zugriff bekommt
Genau wie beim eigenen Login läuft der Zugang passwortlos per Magic Link: der Auftraggeber fordert über seine E-Mail-Adresse einen Link an und ist danach für 72 Stunden eingeloggt. Ein eigenes RevenueLab-Konto braucht er dafür nicht.
Zwei Sicherheitsdetails, die im Alltag relevant werden: Es ist immer nur ein Zugangslink gleichzeitig gültig — fordert jemand einen neuen an, werden alle bisher unbenutzten Links derselben Kampagne sofort entwertet. Ein alter Link aus einer weitergeleiteten E-Mail funktioniert also nicht mehr, sobald ein neuer angefordert wurde. Und der Zugang ist immer an die Kombination aus Auftraggeber und Kampagne gebunden: Betreut ihr denselben Kunden mit zwei getrennten Aufträgen, sind das zwei getrennte Portalzugänge.
Was der Auftraggeber sieht
Ausschließlich die Zahlen zu seiner eigenen Kampagne — nie andere Aufträge, nie eure interne Pipeline oder das CRM anderer Kunden. Konkret: Termin-Kennzahlen (gebucht, No-Show, No-Show-Quote, wahrgenommen, gewonnen, verloren), eine Liste seiner terminierten Leads inklusive Ergebnis und Notizen, sowie offene Info-Mail-Leads zur Nachverfolgung.
Der Auftraggeber meldet zurück, statt nur zu lesen
Das Portal ist bewusst kein reines Lesefenster. Der Auftraggeber kann zu jedem Termin selbst festhalten, wie er gelaufen ist — und genau das schließt die Lücke, an der Agenturabrechnungen sonst regelmäßig eskalieren:
- Stattgefunden oder No-Show — ob der Termin wahrgenommen wurde.
- Ergebnis — gewonnen oder verloren. Das lässt sich erst setzen, nachdem der Termin als stattgefunden markiert wurde; ein Ergebnis zu einem nie geführten Gespräch wäre schlicht unlogisch.
Beides ist korrigierbar: Zwischen „gewonnen“ und „verloren“ lässt sich jederzeit wechseln, und ein versehentlich gesetztes Ergebnis kann auch wieder ganz zurückgenommen werden. Diese Nachsicht ist Absicht — ein Auftraggeber, der einen Fehlklick nicht mehr rückgängig machen kann, ruft sonst bei euch an, und ihr korrigiert es von Hand.
Der praktische Effekt: Die No-Show-Quote in eurem Reporting stammt damit vom Auftraggeber selbst und nicht aus eurer eigenen Einschätzung. Bei der Frage „wie viele der gelieferten Termine waren wirklich welche“ ist das der Unterschied zwischen einer Diskussion und einem Beleg.
Wenn der Auftraggeber selbst RevenueLab nutzt: der Pipeline-Mirror
Ist euer Auftraggeber ebenfalls RevenueLab-Kunde, geht es über Reporting hinaus: Ein terminierter Lead kann automatisch in dessen eigener Pipeline landen, in der Phase „Terminiert“ — mit Kontaktdaten, Gesprächsnotiz und Termin-Notiz. Der Auftraggeber hinterlegt dafür einmalig im Portal die Verbindung zu seinem eigenen Konto (der dafür nötige Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert, und ein Verbindungstest prüft vorab, ob er gültig ist). Lösen kann er die Verbindung jederzeit selbst wieder.
Vier Eigenschaften dieses Mechanismus sind es wert, verstanden zu werden:
| Eigenschaft | Was dahintersteckt |
| Keine Doppel-Leads bei Terminverschiebung | Jeder gespiegelte Lead trägt eine eindeutige Herkunftskennung. Wird derselbe Termin später verschoben oder ergänzt, aktualisiert das System den vorhandenen Datensatz beim Auftraggeber, statt einen zweiten anzulegen. |
| Kein Ping-Pong zwischen den Konten | Die Spiegelung wird nur durch echte Terminierung im Arbeitsplatz oder CRM ausgelöst — nie durch einen eingehenden Push. Ein gespiegelter Lead beim Auftraggeber kann also keinen Rück-Push zur Agentur auslösen. |
| Erkennbare Herkunft statt anonymer Datensatz | Beim Auftraggeber steht als Quelle „Von Partner-Agentur … terminiert“ und nicht ein technischer Marker. Zusätzlich geht eine E-Mail an den Kontoinhaber mit Direktlink auf genau diesen Lead — sonst würde ein gespiegelter Termin erst beim nächsten zufälligen Blick ins CRM auffallen. |
| Zustellung mit Wiederholversuchen | Schlägt die Übergabe fehl, wird sie mehrfach mit wachsendem Abstand erneut versucht. Der letzte Status samt Fehlermeldung wird am Auftraggeber-Datensatz festgehalten — ihr seht also, ob eine Spiegelung klemmt, statt es zu vermuten. |
Auf eurer Seite verschwindet ein gespiegelter Lead standardmäßig aus der eigenen Pipeline — die Verhandlung führt ja ab jetzt der Auftraggeber, und ein Deal, den zwei Pipelines gleichzeitig führen, wird doppelt gezählt. Er bleibt aber vollständig sichtbar in Arbeitsplatz, Lead-Liste, Kunden-Portal und Reporting; Admins können ihn sich in der Pipeline optional wieder mit einblenden. Stattdessen erscheint am Lead ein dauerhafter grüner Marker „↗ An Auftraggeber … übergeben“ samt Datum, und die Übergabe steht als Eintrag in der Historie.
Dieser Marker wird bewusst nur bei tatsächlich bestätigter Übergabe gesetzt und nicht daraus abgeleitet, dass eine Spiegelung eingerichtet ist. Der Unterschied ist der zwischen „sollte übergeben worden sein“ und „ist übergeben worden“ — und nur das zweite ist eine Aussage, auf die man sich verlassen kann.
Bewusst nicht mitgespiegelt werden Anruf-Historie und Logs: Wie oft eure Agenten anrufen mussten, ist eure interne Kennzahl und geht den Auftraggeber nichts an.
Kurz gesagt: Ein schlankes Reporting-Fenster für eure Auftraggeber, ohne dass ihr manuell Reports zusammenstellen oder ihnen einen vollen RevenueLab-Zugang geben müsst — und für Auftraggeber mit eigenem RevenueLab-Konto sogar eine direkte Lead-Übergabe in deren Pipeline.
💬 Support findest du unter: ai-support@revenue-lab.de
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